Kids-Behandlung

Schöne gesunde Zähne und systemische Kieferorthopädie, also die Berücksichtigung der Zusammenhänge zwischen Kauorgan und anderen Organen, sind die Prävention von chronischen Erkrankungen und Fehlfunktionen. Da ein falscher Biss Auswirkungen auf die Statik des gesamten Körpers hat, legen wir sehr viel Wert auf das Gleichgewicht von Zähne-Kiefergelenke-Wirbelsäule, damit Zähne, Kiefergelenke und Wirbelsäule lange gesund und funktionsfähig bleiben.

Als ganzheitlich arbeitende Fachzahnärzte für Kieferorthopädie betrachten wir deshalb bei Anzeichen von beispielsweise orthopädischen Beschwerden nicht nur das Gebiss, sondern auch Wirbelsäule, Beine, Füße um eventuelle wechselseitige Beeinflussungen aufzudecken und Ihnen entsprechende Therapievorschläge unterbreiten zu können. Oft helfen schon Zahnspangen oder Aufbiss-Schienen um die Funktionsstörung des Kiefers zu korrigieren und Ihr Kind damit dauerhaft von den o.a. Beschwerden zu befreien.

Die Milchzähne spielen bereits eine große Rolle für die Entwicklung des bleibenden Gebisses. So führt ein früher Verlust eines Milchzahnes häufig zu späterem Platzmangel im bleibenden Gebiss, da die anderen Zähne von hinten aufwandern. Es ist daher ratsam, mit Ihrem Kind bereits ab dem dritten, spätestens vierten Lebensjahr zur Kontrolluntersuchung bei uns zu erscheinen. Wir beobachten dann die Entwicklung von Zähnen und Kiefer bei Ihrem Kind und können Ihnen so rechtzeitig erste Hinweise auf eine eventuell empfehlenswerte kieferorthopädische Therapie gegeben. Denn schon im Kleinkindalter – bei Kids mit Milchgebiss – können wir Fachzahnärzte für Kieferorthopädie erkennen, ob auf Dauer eine Zahnkorrektur notwendig sein wird.

Falls wir eine kieferorthopädische Behandlung bei Ihrem Kind für notwendig halten, jedoch ein sofortiges Eingreifen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erforderlich ist, empfehlen wir in der Zeit bis zum Behandlungsbeginn Zähne und Kiefer Ihres Kindes etwa halbjährlich bei uns kontrollieren zu lassen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Kieferorthopädische Beratung und Behandlung sind auch ohne Überweisung möglich!

 

Nachfolgende Symptome können auf die Notwendigkeit einer Behandlung hindeuten:

 


Frontaler Kreuzbiss

Ein oder mehrere obere Schneidezähne stehen hinter den unteren Schneidezähnen.

 

 


Lateraler Kreuzbiss

Die oberen, meist hinteren Seitenzähne stehen weiter innen als die unteren Seitenzähne. Der Unterkiefer schwenkt ggf. leicht zur Seite. Die Kinnmitte weicht im Vergleich zur Nasenspitze nach links oder rechts ab. Der Oberkiefer ist in diesem Fall meistens – im Vergleich zum Unterkiefer – zu schmal und in diesem „gefangen“. Dadurch kann er sich nicht normal entwickeln. Oft liegt in diesem Fall auch noch ein Schluckfehler vor. Dieser sollte ggf. logopädisch behandelt werden.

 


Unterkieferrücklage

Der Unterkiefer liegt sehr weit hinten und die oberen Schneidezähne stehen weit vor. Bei geschlossenem Mund passt ggf. die Fingerspitze zwischen Ober- und Unterkieferfrontzähne. Oft lagert sich auch die Lippe oder der Daumen zwischen die Zahnreihen. Das Risiko einer Zahnfraktur ist je nach Ausprägungsgrad der Unterkieferrücklage erhöht.

 

 


Offener Biss / lutschoffener Biss

Beim Zubeißen kommen die vorderen Schneidezähne nicht mehr aufeinander. Der Mund steht offen und das Kind atmet durch den Mund statt durch die Nase. Die Lippen sind stets trocken und häufig rissig und lassen sich nur noch schwer schließen. Oft ist in diesem Fall die Nase verstopft, der Patient häufig erkältet und der Daumen lagert sich zwischen die Zahnreihen.

 

 


Milchzähne gehen vorzeitig verloren 

Müssen Milchzähne wegen Karies vorzeitig vom Zahnarzt entfernt werden oder fallen aus, rutschen die Nachbarzähne ggf. in die Lücke und verengen den Platz für die noch durchbrechenden Zähne. Zahnfreundliche Ernährung und eine gute Mundhygiene vom Kleinkindesalter an können dies verhindern. Nach Ausfall der Milchzähne sollte ggf. ein Lückenhalter das Aufwandern der anderen Zähne verhindern.

 


Daumenlutschen & Habits

Das Lutschen und Saugen an Daumen, Fingern und Lippen sollte spätestens mit drei Jahren abgestellt werden.
Wird das Lutschen nicht rechtzeitig abgestellt, passen sich die Zähne und später der Kiefer dem Daumen an.
Dies kann gravierende Auswirkungen auf das gesamte Kausystem (Zähne, Kiefer, Kiefergelenke, Kaumuskultur) gerade in Hinblick auf das starke Wachstum dieser jungen Patienten haben.
Ein typisches Symptom ist der offene Biss, bei dem die Zähne nicht aufeinander kommen oder weit nach vorne stehen.

 


Frühzeitig erkannte Fehlstellungen lassen sich oft schon mit spielerischen (myofunktionellen) Muskelübungen oder einfachen Maßnahmen wie einer Mundvorhofplatte oder anderen Funktionsgeräte sanft wieder in die richtige Bahn lenken, um der Natur die Möglichkeit zu geben, sich normal weiterzuentwickeln. Durch frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und rechtzeitige Weichenstellung kann so den natürlichen Weg für ein harmonisches Gebiss mit langfristig gesunden Zähnen geebnet, oftmals eine spätere Behandlung vermieden oder zumindest in einem sehr viel geringeren Umfang notwendig werden.

Zum optimalen Zeitpunkt wird die notwendige Behandlung dann geplant und durchgeführt. Wir behandeln mit sanften Kräften, um die Zähne Ihrer Kinder schonend in die richtige Position zu rücken. Dabei nutzen wir moderne Behandlungstechniken auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. So lässt sich schon mit dem Einsetzen eines einfachen Platzhalters die Zahnlücke für den bleibenden Zahn offen gehalten. Ihr Hauszahnarzt bleibt während einer kieferorthopädischen Therapie Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Vorsorge und Behandlung von Zahnfleischerkrankungen und Karies geht. Sie sollten daher unbedingt die Kontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt einhalten

Myofunktionelle Therapie verbessert Zahn- und Kieferfehlstellungen

Zahn- und Kieferfehlstellungen werden durch die myofunktionellen Bedingungen des orofacialen Systems beeinflusst. Der Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung hängt immer auch von der Funktion von Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur ab und von der Wiederherstellung des funktionellen Gleichgewichtes. „Weichgewebe formt Hartgewebe“
Mit Hilfe der myofunktionellen Therapie können Lippen-, Wangen- und Zungen-dysfunktionen schon vor oder während der eigentlichen kieferorthopädischen Behandlung behandelt werden.

Unser Ziel

In jedem Fallist es unser Anspruch, Ihrem Kind eine moderne und individuelle Kieferorthopädie in angenehmer Atmosphäre zu bieten. Die Grundlage hierfür bilden hochwertige Materialien und ein gut strukturiertes Behandlungskonzept und nicht zuletzt ein motiviertes, freundliches Team. In Ihrem und Im Interesse Ihres Kindes arbeiten wir eng mit den zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen zusammen. Während der gesamten Behandlungszeit sollten die Kontrolluntersuchungen und Zahnreinigungen bei Ihrem Zahnarzt halbjährlich ggf. auch vierteljährlich wahrgenommen werden.

Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung

Die Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung hängt von der Art und Ausprägung einer vorliegenden Fehlstellung ab. Voraussetzung für einen zügigen Behandlungsablauf ist in jedem Fall die gute Mitarbeit des Patienten.